OpenAI und Hugging Face: Ein Weckruf für die Cyberversicherung?

Kategorien: Allgemein, Dienstleister, Featured, KI2,2 min read

Was lange wie Zukunftsmusik klang, ist Realität geworden: Im Rahmen eines Sicherheitstests verschafften sich KI-Modelle eigenständig Zugang zum offenen Internet und kompromittierten Teile der Infrastruktur von Hugging Face. Der Vorfall zeigt, wie schnell sich die Fähigkeiten und damit auch die Risiken künstlicher Intelligenz entwickeln.

Für die Cyberversicherung ist diese Dynamik besonders relevant. Cyberrisiken verändern sich schneller als viele andere versicherte Risiken. Kontinuierlich entstehen neue Technologien, Angriffsmethoden und Sicherheitslücken. Historische Schadendaten können diese Entwicklungen deshalb nur begrenzt abbilden. Es wird umso wichtiger, aktuelle Informationen und zusätzliche Datenquellen in die Bewertung von Cyberrisiken einzubeziehen.
Auch die Anforderungen an Cyberprodukte und deren Bewertung steigen. Risiken müssen differenziert eingeschätzt, Bedingungswerke verglichen und die Entwicklung des Portfolios im Blick behalten werden. Dabei können Datenanalysen und KI helfen, komplexe Informationen strukturiert auszuwerten und neue Perspektiven auf bestehende Risiken zu schaffen.

Ein Beispiel ist die Analyse von Cyber-Bedingungswerken. Mithilfe von KI lassen sich individuelle Cyber-Wordings strukturiert erfassen und vergleichen. So können Leistungsumfänge und Unterschiede zwischen Policen schneller sichtbar gemacht und neue Wordings fundierter eingeschätzt werden.
Auch Cyber-Sicherheits-Scores spielen eine zunehmend wichtige Rolle im Underwriting. Externe Scorings, beispielsweise auf Basis von Outside-in-Scans, können zusätzliche Informationen über die Sicherheitslage eines Unternehmens liefern. Entscheidend ist dabei die Frage, wie aussagekräftig diese Scores tatsächlich für die versicherungstechnische Risikobewertung sind.

Eine weitere Perspektive bietet die Betrachtung von Kumulrisiken. Mithilfe von Portfolioanalysen und sogenannten „Realistic Disaster Scenarios“ lässt sich abschätzen, wie sich flächendeckende Cyberereignisse auf gesamte Bestände auswirken könnten. Gerade angesichts der hohen Vernetzung digitaler Systeme gewinnt die Frage nach möglichen Kumuleffekten an Bedeutung.

Seit 1998 verbindet Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) mathematische Expertise mit Erfahrung in der Versicherungswirtschaft. Als unabhängige aktuarielle Beratung unterstützen wir Versicherungsunternehmen, Vermittler und Assekuradeure bei operativen und strategischen Fragestellungen. Dazu gehören unter anderem KI-gestützte Bedingungsvergleiche, die aktuarielle Bewertung von Cyber-Sicherheits-Scores, Portfolioanalysen zu Realistic Disaster Scenarios sowie der Cyber-Datenpool mit anonymisierten Schaden- und Bestandsdaten.

Der Vorfall rund um OpenAI und Hugging Face macht deutlich: Cyberrisiken bleiben in Bewegung. Für die Versicherungswirtschaft bedeutet das, Risikobewertung und Pricing kontinuierlich weiterzuentwickeln und neue Datenquellen und Methoden kritisch zu prüfen.

Wie sich aktuelle Entwicklungen im Cybermarkt auf die Versicherung auswirken und welche Möglichkeiten datenbasierte Analysen bieten, darüber tauschen wir uns gerne mit Ihnen aus.

Meyerthole Siems Kohlruss
Gesellschaft für aktuarielle Beratung mbH
Hohenstaufenring 57, 50674 Köln
Telefon: +49 (0)221 42053-0
E-Mail: info@aktuare.de
Internet: www.aktuare.de

Ihre Ansprechpartner:

Jan-Niklas Cirillar | E-Mail: Jan-Niklas.Cirillar@aktuare.de
Thomas Lorentz | E-Mail: Thomas.Lorentz@aktuare.de

Besuchen Sie uns gern auf LinkedIn. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

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Für die Cyberversicherung ist diese Dynamik besonders relevant. Cyberrisiken verändern sich schneller als viele andere versicherte Risiken. Kontinuierlich entstehen neue Technologien, Angriffsmethoden und Sicherheitslücken. Historische Schadendaten können diese Entwicklungen deshalb nur begrenzt abbilden. Es wird umso wichtiger, aktuelle Informationen und zusätzliche Datenquellen in die Bewertung von Cyberrisiken einzubeziehen.
Auch die Anforderungen an Cyberprodukte und deren Bewertung steigen. Risiken müssen differenziert eingeschätzt, Bedingungswerke verglichen und die Entwicklung des Portfolios im Blick behalten werden. Dabei können Datenanalysen und KI helfen, komplexe Informationen strukturiert auszuwerten und neue Perspektiven auf bestehende Risiken zu schaffen.

Ein Beispiel ist die Analyse von Cyber-Bedingungswerken. Mithilfe von KI lassen sich individuelle Cyber-Wordings strukturiert erfassen und vergleichen. So können Leistungsumfänge und Unterschiede zwischen Policen schneller sichtbar gemacht und neue Wordings fundierter eingeschätzt werden.
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Eine weitere Perspektive bietet die Betrachtung von Kumulrisiken. Mithilfe von Portfolioanalysen und sogenannten „Realistic Disaster Scenarios“ lässt sich abschätzen, wie sich flächendeckende Cyberereignisse auf gesamte Bestände auswirken könnten. Gerade angesichts der hohen Vernetzung digitaler Systeme gewinnt die Frage nach möglichen Kumuleffekten an Bedeutung.

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Der Vorfall rund um OpenAI und Hugging Face macht deutlich: Cyberrisiken bleiben in Bewegung. Für die Versicherungswirtschaft bedeutet das, Risikobewertung und Pricing kontinuierlich weiterzuentwickeln und neue Datenquellen und Methoden kritisch zu prüfen.

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