Veröffentlicht:10. August 2026
Die Entwicklung von Versicherungsprodukten befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Produkte müssen heute nicht nur wirtschaftlich tragfähig kalkuliert sein, sondern zugleich nachweislich zum definierten Zielmarkt passen, einen klaren Kundennutzen bieten und den steigenden regulatorischen Anforderungen entsprechen. Mit IDD, Product Oversight and Governance und der Wohlverhaltensaufsicht hat sich die Perspektive auf Produktgestaltung erweitert.
Versicherungsprodukte gelten nicht mehr als reine Tarifkonstrukte, sondern als komplexe Leistungsversprechen, die sich an den Bedürfnissen der Kunden und den Erwartungen der Aufsicht messen lassen müssen. Diese veränderte Sichtweise beeinflusst die Art und Weise, wie Produkte entstehen. Die früher getrennten Verantwortlichkeiten zwischen Aktuariat, Produktmanagement und Vertrieb reichen nicht mehr aus, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden. Stattdessen arbeiten Produktmanagement, Aktuariat, Vertrieb, Risikomanagement und Compliance eng zusammen. Die unterschiedlichen fachlichen Perspektiven müssen verbunden werden, damit Produkte wirtschaftlich erfolgreich, regulatorisch belastbar und zugleich kundenorientiert gestaltet werden können. Die Grundlage dieser neuen Form der Zusammenarbeit sind Daten, die als gemeinsame Sprache zwischen den Fachbereichen dienen.
Moderne Datenanalysen ermöglichen es, Produkte nicht nur zum Zeitpunkt ihrer Einführung zu bewerten, sondern ihre Entwicklung kontinuierlich zu begleiten. Schadenverläufe, Tarifmerkmale, Kostenstrukturen, Rabattmodelle und das tatsächliche Kundenverhalten liefern wertvolle Erkenntnisse darüber, wie Produkte am Markt wirken und wo Anpassungsbedarf entsteht. Künstliche Intelligenz erweitert diese Möglichkeiten, indem sie Zusammenhänge sichtbar macht, Muster erkennt und komplexe Analysen effizient unterstützt. Dadurch entsteht eine neue Qualität der Entscheidungsgrundlage, die weit über klassische Auswertungen hinausgeht.
Daten ersetzen keine fachliche Entscheidung, sondern schaffen Transparenz und eine gemeinsame Informationsbasis, auf der unterschiedliche Fachbereiche fundierte Entscheidungen treffen können. In diesem Zusammenspiel werden Daten zur verbindenden Sprache zwischen Aktuariat, Produktmanagement, Vertrieb, Risikomanagement und Compliance. Die Rolle des Aktuariats verändert sich spürbar.
Neben der klassischen Kalkulation liefert es heute analytische Impulse für Produktentscheidungen, unterstützt die Bewertung regulatorischer Anforderungen und schafft Klarheit über wirtschaftliche und kundenbezogene Zusammenhänge. Das Aktuariat wird damit zu einem strategischen Partner innerhalb der Produktentwicklung.
Die aktuellen Entwicklungen rund um die Wohlverhaltensaufsicht sind mehr als eine weitere regulatorische Vorgabe. Sie stehen für den strukturellen Wandel der Versicherungswirtschaft. Entscheidungen werden datenbasierter, Produkte individueller und die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen intensiver. Für Versicherungsunternehmen entsteht die Chance, Produktentwicklung, Underwriting und Governance stärker miteinander zu verzahnen und Entscheidungen auf einer belastbaren analytischen Grundlage zu treffen.
Wie moderne Datenanalysen und KI diese Entwicklung unterstützen können, ist eines der zentralen Zukunftsthemen der Branche. Darüber möchten wir mit Ihnen auf der DKM sprechen. Wir freuen uns darauf, Sie an unserem Stand zu begrüßen und gemeinsam zu diskutieren, wie datengetriebene Produktentwicklung die Versicherungswirtschaft nachhaltig verändern kann.
Meyerthole Siems Kohlruss
Gesellschaft für aktuarielle Beratung mbH
Hohenstaufenring 57
50674 Köln
Tel +49 (0)221 42053-0
E-Mail info@aktuare.de
Internet www.aktuare.de
Ihre Ansprechpartner:
Jan-Niklas Cirillar Jan-Niklas.Cirillar@aktuare.de
Thomas Lorentz Thomas.Lorentz@aktuare.de
Versicherungsprodukte im Wandel: Wie Daten, KI und Regulierung die Branche verändern
Veröffentlicht:10. August 2026
Die Entwicklung von Versicherungsprodukten befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Produkte müssen heute nicht nur wirtschaftlich tragfähig kalkuliert sein, sondern zugleich nachweislich zum definierten Zielmarkt passen, einen klaren Kundennutzen bieten und den steigenden regulatorischen Anforderungen entsprechen. Mit IDD, Product Oversight and Governance und der Wohlverhaltensaufsicht hat sich die Perspektive auf Produktgestaltung erweitert.
Versicherungsprodukte gelten nicht mehr als reine Tarifkonstrukte, sondern als komplexe Leistungsversprechen, die sich an den Bedürfnissen der Kunden und den Erwartungen der Aufsicht messen lassen müssen. Diese veränderte Sichtweise beeinflusst die Art und Weise, wie Produkte entstehen. Die früher getrennten Verantwortlichkeiten zwischen Aktuariat, Produktmanagement und Vertrieb reichen nicht mehr aus, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden. Stattdessen arbeiten Produktmanagement, Aktuariat, Vertrieb, Risikomanagement und Compliance eng zusammen. Die unterschiedlichen fachlichen Perspektiven müssen verbunden werden, damit Produkte wirtschaftlich erfolgreich, regulatorisch belastbar und zugleich kundenorientiert gestaltet werden können. Die Grundlage dieser neuen Form der Zusammenarbeit sind Daten, die als gemeinsame Sprache zwischen den Fachbereichen dienen.
Moderne Datenanalysen ermöglichen es, Produkte nicht nur zum Zeitpunkt ihrer Einführung zu bewerten, sondern ihre Entwicklung kontinuierlich zu begleiten. Schadenverläufe, Tarifmerkmale, Kostenstrukturen, Rabattmodelle und das tatsächliche Kundenverhalten liefern wertvolle Erkenntnisse darüber, wie Produkte am Markt wirken und wo Anpassungsbedarf entsteht. Künstliche Intelligenz erweitert diese Möglichkeiten, indem sie Zusammenhänge sichtbar macht, Muster erkennt und komplexe Analysen effizient unterstützt. Dadurch entsteht eine neue Qualität der Entscheidungsgrundlage, die weit über klassische Auswertungen hinausgeht.
Daten ersetzen keine fachliche Entscheidung, sondern schaffen Transparenz und eine gemeinsame Informationsbasis, auf der unterschiedliche Fachbereiche fundierte Entscheidungen treffen können. In diesem Zusammenspiel werden Daten zur verbindenden Sprache zwischen Aktuariat, Produktmanagement, Vertrieb, Risikomanagement und Compliance. Die Rolle des Aktuariats verändert sich spürbar.
Neben der klassischen Kalkulation liefert es heute analytische Impulse für Produktentscheidungen, unterstützt die Bewertung regulatorischer Anforderungen und schafft Klarheit über wirtschaftliche und kundenbezogene Zusammenhänge. Das Aktuariat wird damit zu einem strategischen Partner innerhalb der Produktentwicklung.
Die aktuellen Entwicklungen rund um die Wohlverhaltensaufsicht sind mehr als eine weitere regulatorische Vorgabe. Sie stehen für den strukturellen Wandel der Versicherungswirtschaft. Entscheidungen werden datenbasierter, Produkte individueller und die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen intensiver. Für Versicherungsunternehmen entsteht die Chance, Produktentwicklung, Underwriting und Governance stärker miteinander zu verzahnen und Entscheidungen auf einer belastbaren analytischen Grundlage zu treffen.
Wie moderne Datenanalysen und KI diese Entwicklung unterstützen können, ist eines der zentralen Zukunftsthemen der Branche. Darüber möchten wir mit Ihnen auf der DKM sprechen. Wir freuen uns darauf, Sie an unserem Stand zu begrüßen und gemeinsam zu diskutieren, wie datengetriebene Produktentwicklung die Versicherungswirtschaft nachhaltig verändern kann.
Meyerthole Siems Kohlruss
Gesellschaft für aktuarielle Beratung mbH
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