ApellaChef Guntram Schloß warnt vor Kapitalmacht in der Maklerbranche
Veröffentlicht:22. Juni 2026
Guntram Schloß, Vorstandschef von Apella, blickt auf die Anfänge seines Neubrandenburger Maklerpools zurück, spricht über die Bedeutung des Investmentgeschäfts und warnt vor der wachsenden Macht von Private Equity in der Branche.
Seit Jahren zählt Apella zu den führenden Maklerpools Deutschlands. Das Unternehmen betreut rund 36.000 Kunden und 655 Vermittler, davon 364 im Haftungsdach. „Apella nannte man im Stadtstaat Sparta die Volksversammlung der freien Männer“, erklärt Schloß – ein Name, der für Unabhängigkeit steht.
Gegründet 1993 von zehn Maklern, entwickelte sich Apella vom Investmentpool zum umfassenden Finanzdienstleister. Anfangs lag der Fokus auf Fonds, später kamen Versicherungen hinzu. Mit der Concordia Makler GmbH gelang der Einstieg ins Versicherungsgeschäft. Heute umfasst die Gruppe Gesellschaften für Wertpapierhandel, Krankenversicherung und Vermögensverwaltung.
„Wir wollten den Bestand unserer Partner sichern“, sagt Schloß. Das Haftungsdach wurde als Backup gegründet und ist heute zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells. Apella arbeitet mit Maklern, die unter eigenem Namen Vermögensverwaltung anbieten können.
Das Wachstum ist organisch, nicht durch Zukäufe getrieben. „Wir kaufen keine Maklerhäuser“, betont Schloß. Während PrivateEquityInvestoren Pools aufkaufen, setzt Apella auf Bestandsstärke und Unabhängigkeit. „Das Machtgefüge verschiebt sich massiv zugunsten der Pools“, warnt er.
Private Equity verändert die Branche: In den USA gingen im ersten Quartal 70 Prozent der Investitionen auf das Konto von Private Equity. Schloß fordert, Makler müssten mit wachem Verstand arbeiten und KI als Unterstützung begreifen. „Durch das Training mit validierten Fachdaten verringern wir die für generische KI typischen Halluzinationen.“
Apella setzt auf Datenschutz und Transparenz. Die Datenverarbeitung erfolgt in Deutschland, die Provisionsabrechnung ist „made in Germany“. Schloß will verhindern, dass Maklerdaten in anonymen Clouds verschwinden.
„Wir haben 227 Aktionäre, darunter Harry Kreis und ich als Mehrheitseigentümer“, sagt Schloß. Apella steht für Unabhängigkeit, Verantwortung und partnerschaftliches Wachstum – eine Alternative zur Kapitalmacht der PrivateEquityInvestoren.
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ApellaChef Guntram Schloß warnt vor Kapitalmacht in der Maklerbranche
Veröffentlicht:22. Juni 2026
Guntram Schloß, Vorstandschef von Apella, blickt auf die Anfänge seines Neubrandenburger Maklerpools zurück, spricht über die Bedeutung des Investmentgeschäfts und warnt vor der wachsenden Macht von Private Equity in der Branche.
Seit Jahren zählt Apella zu den führenden Maklerpools Deutschlands. Das Unternehmen betreut rund 36.000 Kunden und 655 Vermittler, davon 364 im Haftungsdach. „Apella nannte man im Stadtstaat Sparta die Volksversammlung der freien Männer“, erklärt Schloß – ein Name, der für Unabhängigkeit steht.
Gegründet 1993 von zehn Maklern, entwickelte sich Apella vom Investmentpool zum umfassenden Finanzdienstleister. Anfangs lag der Fokus auf Fonds, später kamen Versicherungen hinzu. Mit der Concordia Makler GmbH gelang der Einstieg ins Versicherungsgeschäft. Heute umfasst die Gruppe Gesellschaften für Wertpapierhandel, Krankenversicherung und Vermögensverwaltung.
„Wir wollten den Bestand unserer Partner sichern“, sagt Schloß. Das Haftungsdach wurde als Backup gegründet und ist heute zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells. Apella arbeitet mit Maklern, die unter eigenem Namen Vermögensverwaltung anbieten können.
Das Wachstum ist organisch, nicht durch Zukäufe getrieben. „Wir kaufen keine Maklerhäuser“, betont Schloß. Während PrivateEquityInvestoren Pools aufkaufen, setzt Apella auf Bestandsstärke und Unabhängigkeit. „Das Machtgefüge verschiebt sich massiv zugunsten der Pools“, warnt er.
Private Equity verändert die Branche: In den USA gingen im ersten Quartal 70 Prozent der Investitionen auf das Konto von Private Equity. Schloß fordert, Makler müssten mit wachem Verstand arbeiten und KI als Unterstützung begreifen. „Durch das Training mit validierten Fachdaten verringern wir die für generische KI typischen Halluzinationen.“
Apella setzt auf Datenschutz und Transparenz. Die Datenverarbeitung erfolgt in Deutschland, die Provisionsabrechnung ist „made in Germany“. Schloß will verhindern, dass Maklerdaten in anonymen Clouds verschwinden.
„Wir haben 227 Aktionäre, darunter Harry Kreis und ich als Mehrheitseigentümer“, sagt Schloß. Apella steht für Unabhängigkeit, Verantwortung und partnerschaftliches Wachstum – eine Alternative zur Kapitalmacht der PrivateEquityInvestoren.
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