Veröffentlicht:11. Mai 2026
Die Versicherungsbranche steht an einem Wendepunkt, an dem technologische Entwicklungen nicht mehr nur Prozesse beschleunigen, sondern das gesamte Verständnis von Beratung und Kundeninteraktion verändern. Was heute noch wie Zukunftsmusik klingt, beschreibt R+VVorstand Jens Hasselbächer bereits als realistische Perspektive für das Jahr 2031: KI-Agenten, die eigenständig Versicherungspolicen abschließen, Entscheidungen vorbereiten und als digitale Stellvertreter ihrer Nutzer auftreten. Seine Einschätzung zeigt, wie tiefgreifend der Wandel sein wird und welche Fragen sich für Versicherer, Vermittler und Kunden daraus ergeben.
Hasselbächer betont, dass künstliche Intelligenz längst kein Randthema mehr ist, sondern zu einem prägenden Faktor der gesamten Branche wird. Sie verändert interne Abläufe, beschleunigt Informationsprozesse und verschiebt die Erwartungen an Führungskräfte. Wer Verantwortung trägt, müsse KI nicht nur beobachten, sondern aktiv anwenden, um Chancen und Grenzen aus erster Hand zu verstehen. Diese Haltung macht deutlich, dass Technologiekompetenz künftig ein zentraler Bestandteil moderner Unternehmensführung sein wird.
Besonders weitreichend ist seine Prognose zu agentischen KI-Systemen. Vor allem jüngere Generationen könnten alltägliche Aufgaben an digitale Avatare delegieren – inklusive der Auswahl und des Abschlusses von Versicherungen. Diese Systeme würden Präferenzen, Lebenssituationen und Sicherheitsbedürfnisse analysieren und daraus eigenständig Vorschläge ableiten. Damit entstünde eine völlig neue Form der Kundeninteraktion, in der der erste Kontakt nicht mehr zwischen Mensch und Versicherer stattfindet, sondern zwischen KI-Systemen. Für Versicherer bedeutet das einen Wettbewerb um Sichtbarkeit in digitalen Ökosystemen, die künftig darüber entscheiden, welche Anbieter überhaupt in Betracht gezogen werden.
Trotz dieser technologischen Dynamik bleibt für Hasselbächer ein zentraler Punkt unverändert: Vertrauen entsteht zwischen Menschen. Versicherungen seien ein Geschäft, das auf persönlicher Beziehung basiert, und diese lasse sich nur begrenzt automatisieren. Auch im Jahr 2031 werde der persönliche Kontakt eine hohe Bedeutung behalten, weil er Verletzlichkeit, Erfahrung und Beziehung umfasst – Elemente, die Maschinen nicht abbilden können. Die Zukunft der Beratung sieht er daher in hybriden Modellen, die digitale Effizienz mit menschlicher Nähe verbinden.
Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb um die digitale Kundenschnittstelle. Wenn Kunden ihre Fragen künftig an KI-Systeme richten, müssen Versicherer sicherstellen, dass sie in den Antworten dieser Systeme als vertrauenswürdige und relevante Anbieter erscheinen. Sichtbarkeit in klassischen Vergleichsportalen reicht nicht mehr aus. Entscheidend wird sein, wie gut ein Unternehmen in generativen KI-Modellen repräsentiert ist und ob es dort als kompetent, seriös und wertstiftend wahrgenommen wird.
Hasselbächers Zukunftsbild zeigt eine Branche, die sich technologisch rasant weiterentwickelt, ohne ihren Kern zu verlieren. KI wird Prozesse automatisieren und Entscheidungen vorbereiten, doch Glaubwürdigkeit und persönliche Beratung bleiben zentrale Faktoren. Die Versicherer der Zukunft müssen deshalb zweigleisig denken: technologisch exzellent und menschlich überzeugend. Nur wer beides beherrscht, wird in einer Welt bestehen, in der digitale Agenten den Weg zum Kunden ebnen – und der Mensch am Ende dennoch das letzte Wort behält.
Den Originaltext lesen sie hier: R+V-Vorstand: KI-Agenten werden eigenverantwortlich Versicherungspolicen abschließen – Vertrieb – Versicherungsbote.de
Wie KI-Agenten die Versicherungsbranche verändern werden
Veröffentlicht:11. Mai 2026
Die Versicherungsbranche steht an einem Wendepunkt, an dem technologische Entwicklungen nicht mehr nur Prozesse beschleunigen, sondern das gesamte Verständnis von Beratung und Kundeninteraktion verändern. Was heute noch wie Zukunftsmusik klingt, beschreibt R+VVorstand Jens Hasselbächer bereits als realistische Perspektive für das Jahr 2031: KI-Agenten, die eigenständig Versicherungspolicen abschließen, Entscheidungen vorbereiten und als digitale Stellvertreter ihrer Nutzer auftreten. Seine Einschätzung zeigt, wie tiefgreifend der Wandel sein wird und welche Fragen sich für Versicherer, Vermittler und Kunden daraus ergeben.
Hasselbächer betont, dass künstliche Intelligenz längst kein Randthema mehr ist, sondern zu einem prägenden Faktor der gesamten Branche wird. Sie verändert interne Abläufe, beschleunigt Informationsprozesse und verschiebt die Erwartungen an Führungskräfte. Wer Verantwortung trägt, müsse KI nicht nur beobachten, sondern aktiv anwenden, um Chancen und Grenzen aus erster Hand zu verstehen. Diese Haltung macht deutlich, dass Technologiekompetenz künftig ein zentraler Bestandteil moderner Unternehmensführung sein wird.
Besonders weitreichend ist seine Prognose zu agentischen KI-Systemen. Vor allem jüngere Generationen könnten alltägliche Aufgaben an digitale Avatare delegieren – inklusive der Auswahl und des Abschlusses von Versicherungen. Diese Systeme würden Präferenzen, Lebenssituationen und Sicherheitsbedürfnisse analysieren und daraus eigenständig Vorschläge ableiten. Damit entstünde eine völlig neue Form der Kundeninteraktion, in der der erste Kontakt nicht mehr zwischen Mensch und Versicherer stattfindet, sondern zwischen KI-Systemen. Für Versicherer bedeutet das einen Wettbewerb um Sichtbarkeit in digitalen Ökosystemen, die künftig darüber entscheiden, welche Anbieter überhaupt in Betracht gezogen werden.
Trotz dieser technologischen Dynamik bleibt für Hasselbächer ein zentraler Punkt unverändert: Vertrauen entsteht zwischen Menschen. Versicherungen seien ein Geschäft, das auf persönlicher Beziehung basiert, und diese lasse sich nur begrenzt automatisieren. Auch im Jahr 2031 werde der persönliche Kontakt eine hohe Bedeutung behalten, weil er Verletzlichkeit, Erfahrung und Beziehung umfasst – Elemente, die Maschinen nicht abbilden können. Die Zukunft der Beratung sieht er daher in hybriden Modellen, die digitale Effizienz mit menschlicher Nähe verbinden.
Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb um die digitale Kundenschnittstelle. Wenn Kunden ihre Fragen künftig an KI-Systeme richten, müssen Versicherer sicherstellen, dass sie in den Antworten dieser Systeme als vertrauenswürdige und relevante Anbieter erscheinen. Sichtbarkeit in klassischen Vergleichsportalen reicht nicht mehr aus. Entscheidend wird sein, wie gut ein Unternehmen in generativen KI-Modellen repräsentiert ist und ob es dort als kompetent, seriös und wertstiftend wahrgenommen wird.
Hasselbächers Zukunftsbild zeigt eine Branche, die sich technologisch rasant weiterentwickelt, ohne ihren Kern zu verlieren. KI wird Prozesse automatisieren und Entscheidungen vorbereiten, doch Glaubwürdigkeit und persönliche Beratung bleiben zentrale Faktoren. Die Versicherer der Zukunft müssen deshalb zweigleisig denken: technologisch exzellent und menschlich überzeugend. Nur wer beides beherrscht, wird in einer Welt bestehen, in der digitale Agenten den Weg zum Kunden ebnen – und der Mensch am Ende dennoch das letzte Wort behält.
Den Originaltext lesen sie hier: R+V-Vorstand: KI-Agenten werden eigenverantwortlich Versicherungspolicen abschließen – Vertrieb – Versicherungsbote.de








