Warum KI das Vertragsmanagement grundlegend transformiert

Kategorien: IT-Infrastruktur, KI, Recht, Software2,3 min read

Künstliche Intelligenz wird in vielen Unternehmen weiterhin vor allem mit Chatbots, automatisierter Kundenkommunikation oder digitalen Vertriebsprozessen verbunden. Eine aktuelle Studie von Deloitte und Docusign zeigt jedoch, dass die größten Effizienzgewinne im Vertragsmanagement entstehen, einem Bereich, der bislang wenig Aufmerksamkeit erhalten hat. Deutsche Unternehmen sparen laut Untersuchung bereits heute durchschnittlich 22 Stunden pro Vertragsprozess, was die Bedeutung dieser Entwicklung unterstreicht. KI unterstützt die Erstellung, Prüfung und Verwaltung von Verträgen und verlagert ihren praktischen Nutzen zunehmend in die Kernprozesse des Unternehmensalltags. Die Studie basiert auf den Antworten von mehr als 1.100 Führungskräften weltweit, darunter über 100 aus Deutschland, und zeigt eine hohe Akzeptanz von KI-Lösungen. Bereits 84 Prozent der deutschen Befragten nutzen KI in ihren Vertragsprozessen. Der wirtschaftliche Nutzen hängt stark vom Reifegrad der Systeme ab. Unternehmen, die auf integrierte Plattformen mit durchgängigen End-to-End-Prozessen setzen, erzielen deutlich höhere Renditen als Organisationen mit isolierten Einzellösungen. Der durchschnittliche Return on Investment lag in Deutschland innerhalb der vergangenen zwölf Monate bei 33 Prozent.

Besonders deutlich wird, wo Unternehmen weiterhin Zeit verlieren. Laut Studie suchen 61 Prozent der Befragten weltweit noch manuell nach Informationen in Verträgen. Fristen müssen überwacht, Klauseln verglichen und Vertragsstände geprüft werden, oft mit erheblichem personellem Aufwand. KI-gestützte Systeme werten Vertragsdaten automatisiert aus, erkennen Fristen und stellen relevante Inhalte strukturiert bereit. Dadurch verkürzen sich die Durchlaufzeiten um rund 35 Prozent, was die Effizienz steigert und die Qualität der Entscheidungen verbessert. Compliance entwickelt sich zum wichtigsten Anwendungsfeld. Vierzig Prozent der deutschen Befragten sehen die größten Verbesserungen bei regulatorischen Anforderungen. Weitere siebenunddreißig Prozent nennen die stärkere Standardisierung von Vertragsklauseln als entscheidenden Vorteil. Zudem berichten achtundsechzig Prozent der deutschen Teilnehmer von fehlerfreien Verträgen durch KI-gestützte Prozesse. Fast siebzig Prozent der Unternehmen, die entsprechende Kennzahlen erfassen, verzeichnen eine verbesserte Compliance-Quote und weniger Vertragskonflikte.

Die Studie zeigt, dass KI Juristen nicht ersetzt, sondern Routinearbeit reduziert. Rechtsabteilungen berichten von einer durchschnittlichen Zeitersparnis von siebenunddreißig Prozent. Im Vertrieb werden Vertragsprozesse um dreiundvierzig Prozent beschleunigt. Personalabteilungen erreichen Einsparungen von fünfundvierzig Prozent bei Standarddokumenten wie Arbeitsverträgen. Damit verändert KI nicht nur einzelne Arbeitsschritte, sondern zunehmend komplette Prozessketten. Ein weiteres Ergebnis betrifft die technische Infrastruktur vieler Unternehmen. Rund fünfundsechzig Prozent der Befragten nutzen derzeit vier oder mehr unterschiedliche Werkzeuge für ihre Vertragsprozesse. Medienbrüche und doppelte Datenerfassung gelten als wesentliche Ursachen für Ineffizienzen. Die Untersuchung legt nahe, dass Unternehmen künftig weniger von einzelnen KI-Werkzeugen profitieren werden als von integrierten Plattformen, die Daten über den gesamten Vertragslebenszyklus hinweg zusammenführen. Das Vertragswesen entwickelt sich damit zu einem zentralen Schauplatz der digitalen Transformation, an dem sichtbar wird, wie tiefgreifend KI den Unternehmensalltag bereits verändert.

Den Originaltext lesen sie hier: 22 Stunden weniger pro Vertrag: Warum KI jetzt das Vertragswesen verändert – Digitalisierung | experten.de

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Künstliche Intelligenz wird in vielen Unternehmen weiterhin vor allem mit Chatbots, automatisierter Kundenkommunikation oder digitalen Vertriebsprozessen verbunden. Eine aktuelle Studie von Deloitte und Docusign zeigt jedoch, dass die größten Effizienzgewinne im Vertragsmanagement entstehen, einem Bereich, der bislang wenig Aufmerksamkeit erhalten hat. Deutsche Unternehmen sparen laut Untersuchung bereits heute durchschnittlich 22 Stunden pro Vertragsprozess, was die Bedeutung dieser Entwicklung unterstreicht. KI unterstützt die Erstellung, Prüfung und Verwaltung von Verträgen und verlagert ihren praktischen Nutzen zunehmend in die Kernprozesse des Unternehmensalltags. Die Studie basiert auf den Antworten von mehr als 1.100 Führungskräften weltweit, darunter über 100 aus Deutschland, und zeigt eine hohe Akzeptanz von KI-Lösungen. Bereits 84 Prozent der deutschen Befragten nutzen KI in ihren Vertragsprozessen. Der wirtschaftliche Nutzen hängt stark vom Reifegrad der Systeme ab. Unternehmen, die auf integrierte Plattformen mit durchgängigen End-to-End-Prozessen setzen, erzielen deutlich höhere Renditen als Organisationen mit isolierten Einzellösungen. Der durchschnittliche Return on Investment lag in Deutschland innerhalb der vergangenen zwölf Monate bei 33 Prozent.

Besonders deutlich wird, wo Unternehmen weiterhin Zeit verlieren. Laut Studie suchen 61 Prozent der Befragten weltweit noch manuell nach Informationen in Verträgen. Fristen müssen überwacht, Klauseln verglichen und Vertragsstände geprüft werden, oft mit erheblichem personellem Aufwand. KI-gestützte Systeme werten Vertragsdaten automatisiert aus, erkennen Fristen und stellen relevante Inhalte strukturiert bereit. Dadurch verkürzen sich die Durchlaufzeiten um rund 35 Prozent, was die Effizienz steigert und die Qualität der Entscheidungen verbessert. Compliance entwickelt sich zum wichtigsten Anwendungsfeld. Vierzig Prozent der deutschen Befragten sehen die größten Verbesserungen bei regulatorischen Anforderungen. Weitere siebenunddreißig Prozent nennen die stärkere Standardisierung von Vertragsklauseln als entscheidenden Vorteil. Zudem berichten achtundsechzig Prozent der deutschen Teilnehmer von fehlerfreien Verträgen durch KI-gestützte Prozesse. Fast siebzig Prozent der Unternehmen, die entsprechende Kennzahlen erfassen, verzeichnen eine verbesserte Compliance-Quote und weniger Vertragskonflikte.

Die Studie zeigt, dass KI Juristen nicht ersetzt, sondern Routinearbeit reduziert. Rechtsabteilungen berichten von einer durchschnittlichen Zeitersparnis von siebenunddreißig Prozent. Im Vertrieb werden Vertragsprozesse um dreiundvierzig Prozent beschleunigt. Personalabteilungen erreichen Einsparungen von fünfundvierzig Prozent bei Standarddokumenten wie Arbeitsverträgen. Damit verändert KI nicht nur einzelne Arbeitsschritte, sondern zunehmend komplette Prozessketten. Ein weiteres Ergebnis betrifft die technische Infrastruktur vieler Unternehmen. Rund fünfundsechzig Prozent der Befragten nutzen derzeit vier oder mehr unterschiedliche Werkzeuge für ihre Vertragsprozesse. Medienbrüche und doppelte Datenerfassung gelten als wesentliche Ursachen für Ineffizienzen. Die Untersuchung legt nahe, dass Unternehmen künftig weniger von einzelnen KI-Werkzeugen profitieren werden als von integrierten Plattformen, die Daten über den gesamten Vertragslebenszyklus hinweg zusammenführen. Das Vertragswesen entwickelt sich damit zu einem zentralen Schauplatz der digitalen Transformation, an dem sichtbar wird, wie tiefgreifend KI den Unternehmensalltag bereits verändert.

Den Originaltext lesen sie hier: 22 Stunden weniger pro Vertrag: Warum KI jetzt das Vertragswesen verändert – Digitalisierung | experten.de