Wie KI den Maklermarkt neu definiert
Veröffentlicht:9. Februar 2026
Viele Makler sehen sich mit einem tiefgreifenden Wandel konfrontiert, der durch den zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz ausgelöst wird. Die strategische Ausrichtung im Maklermarkt verändert sich spürbar, weil technologische Entwicklungen Prozesse, Rollenbilder und Erwartungen neu definieren. Die Thesen von Oliver Pradetto zeigen, wie ernsthaft diese Transformation inzwischen diskutiert wird. Er beschreibt KI nicht als fernes Zukunftsszenario, sondern als einen Prozess, der längst begonnen hat und die Frage aufwirft, ob klassische Vermittlerstrukturen langfristig Bestand haben. Seine Einschätzung ist offen für Irrtümer, doch er betont, dass es notwendig ist, diese Entwicklung klar zu benennen und nicht zu beschönigen.
Um die Dynamik besser einzuordnen, zieht Pradetto Parallelen zum autonomen Fahren. Auch dort existiert die technologische Grundlage bereits, doch Leistungsfähigkeit und Akzeptanz entwickeln sich über Jahre hinweg. Übertragen auf den Maklermarkt bedeutet dies, dass KI zunächst unterstützend wirkt, Abläufe strukturiert und Beratungsprozesse effizienter macht, bevor sie möglicherweise weitergehende Aufgaben übernimmt. Der Wandel vollzieht sich nicht abrupt, sondern schrittweise. Bestehende Rollen verändern sich, neue Anforderungen entstehen und vertraute Gewissheiten geraten zunehmend unter Druck.
Vor diesem Hintergrund gewinnt die technologische Führungsfähigkeit für Maklerpools an strategischer Bedeutung. Es reicht nicht mehr aus, Entwicklungen lediglich zu begleiten oder punktuell einzusetzen. Entscheidend ist, Technologie aktiv zu gestalten und konsequent in bestehende Geschäftsmodelle zu integrieren. Für Pools wie blau direkt bedeutet das, Systeme weiterzuentwickeln und den eigenen technologischen Anspruch zu schärfen, um in einem datengetriebenen Markt handlungsfähig zu bleiben.
Eine zentrale Rolle spielt dabei der Zugang zu Daten. Während große Technologieunternehmen theoretisch in den Versicherungsvertrieb einsteigen könnten, fehlt ihnen der tiefgehende Einblick in gewachsene Kundenbeziehungen und Beratungsverläufe. Maklerpools verfügen über historisch gewachsene Bestände, die weit über Vertragsdaten hinausgehen und kontextbezogene Informationen enthalten. Diese Daten ermöglichen differenzierte Analysen und individuelle Beratung. Der Trend zu Bestandskäufen zeigt, dass Daten längst zu einem strategischen Kernasset geworden sind.
Gleichzeitig verändert KI die Arbeitswelt der Makler. Kurzfristig kann sie Prozesse beschleunigen, Fehler reduzieren und Beratungsqualität vereinheitlichen. Langfristig stellt sich jedoch die Frage, wie viel menschliche Beratung künftig noch notwendig oder wirtschaftlich sinnvoll ist. Pradetto betont die Verantwortung der Pools gegenüber ihren angeschlossenen Maklern. Sie müssen den Wandel begleiten, Übergänge planbar gestalten und neue Geschäftsmodelle entwickeln, die auch in einer stärker automatisierten Zukunft tragfähig bleiben. Ob dies in allen Fällen gelingt, bleibt offen, doch die Branche steht vor der Aufgabe, Antworten zu finden, bevor der Markt sie erzwingt.
Ein weiterer Aspekt betrifft die Haftung beim Einsatz von KI. Da KI nicht vollständig berechenbar ist und Fehlentscheidungen treffen kann, stellt sich die Frage nach der Verantwortung. Pradetto sieht diese primär beim Anbieter der Technologie, doch rechtlich ist vieles noch ungeklärt. Trotz dieser Unsicherheiten überwiegt für ihn das Potenzial, denn KI kann in vielen Situationen schneller, konsistenter und datenbasierter entscheiden als herkömmliche Prozesse. Die Herausforderung besteht darin, dieses Potenzial verantwortungsvoll zu nutzen.
Die Debatte zeigt, dass der Maklermarkt sich in einer Übergangsphase befindet. Technologie, Daten und Regulierung verschieben die Kräfteverhältnisse und zwingen die Branche dazu, sich neu zu positionieren. Aussagen wie die von Pradetto markieren keine endgültigen Prognosen, sondern mögliche Entwicklungslinien. Sicher ist jedoch, dass die kommenden Jahre darüber entscheiden werden, wer den Wandel aktiv gestaltet und wer Gefahr läuft, den Anschluss zu verlieren. Der Maklermarkt steht nicht vor seinem Ende, aber er befindet sich eindeutig in einer Phase, in der sich seine Zukunft neu formt.
Das Original Interview lesen sie hier: KI, Daten und die Zukunft des Maklers: Warum der Wandel nicht mehr hypothetisch ist – Kommentar | experten.de
Wie KI den Maklermarkt neu definiert
Veröffentlicht:9. Februar 2026
Viele Makler sehen sich mit einem tiefgreifenden Wandel konfrontiert, der durch den zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz ausgelöst wird. Die strategische Ausrichtung im Maklermarkt verändert sich spürbar, weil technologische Entwicklungen Prozesse, Rollenbilder und Erwartungen neu definieren. Die Thesen von Oliver Pradetto zeigen, wie ernsthaft diese Transformation inzwischen diskutiert wird. Er beschreibt KI nicht als fernes Zukunftsszenario, sondern als einen Prozess, der längst begonnen hat und die Frage aufwirft, ob klassische Vermittlerstrukturen langfristig Bestand haben. Seine Einschätzung ist offen für Irrtümer, doch er betont, dass es notwendig ist, diese Entwicklung klar zu benennen und nicht zu beschönigen.
Um die Dynamik besser einzuordnen, zieht Pradetto Parallelen zum autonomen Fahren. Auch dort existiert die technologische Grundlage bereits, doch Leistungsfähigkeit und Akzeptanz entwickeln sich über Jahre hinweg. Übertragen auf den Maklermarkt bedeutet dies, dass KI zunächst unterstützend wirkt, Abläufe strukturiert und Beratungsprozesse effizienter macht, bevor sie möglicherweise weitergehende Aufgaben übernimmt. Der Wandel vollzieht sich nicht abrupt, sondern schrittweise. Bestehende Rollen verändern sich, neue Anforderungen entstehen und vertraute Gewissheiten geraten zunehmend unter Druck.
Vor diesem Hintergrund gewinnt die technologische Führungsfähigkeit für Maklerpools an strategischer Bedeutung. Es reicht nicht mehr aus, Entwicklungen lediglich zu begleiten oder punktuell einzusetzen. Entscheidend ist, Technologie aktiv zu gestalten und konsequent in bestehende Geschäftsmodelle zu integrieren. Für Pools wie blau direkt bedeutet das, Systeme weiterzuentwickeln und den eigenen technologischen Anspruch zu schärfen, um in einem datengetriebenen Markt handlungsfähig zu bleiben.
Eine zentrale Rolle spielt dabei der Zugang zu Daten. Während große Technologieunternehmen theoretisch in den Versicherungsvertrieb einsteigen könnten, fehlt ihnen der tiefgehende Einblick in gewachsene Kundenbeziehungen und Beratungsverläufe. Maklerpools verfügen über historisch gewachsene Bestände, die weit über Vertragsdaten hinausgehen und kontextbezogene Informationen enthalten. Diese Daten ermöglichen differenzierte Analysen und individuelle Beratung. Der Trend zu Bestandskäufen zeigt, dass Daten längst zu einem strategischen Kernasset geworden sind.
Gleichzeitig verändert KI die Arbeitswelt der Makler. Kurzfristig kann sie Prozesse beschleunigen, Fehler reduzieren und Beratungsqualität vereinheitlichen. Langfristig stellt sich jedoch die Frage, wie viel menschliche Beratung künftig noch notwendig oder wirtschaftlich sinnvoll ist. Pradetto betont die Verantwortung der Pools gegenüber ihren angeschlossenen Maklern. Sie müssen den Wandel begleiten, Übergänge planbar gestalten und neue Geschäftsmodelle entwickeln, die auch in einer stärker automatisierten Zukunft tragfähig bleiben. Ob dies in allen Fällen gelingt, bleibt offen, doch die Branche steht vor der Aufgabe, Antworten zu finden, bevor der Markt sie erzwingt.
Ein weiterer Aspekt betrifft die Haftung beim Einsatz von KI. Da KI nicht vollständig berechenbar ist und Fehlentscheidungen treffen kann, stellt sich die Frage nach der Verantwortung. Pradetto sieht diese primär beim Anbieter der Technologie, doch rechtlich ist vieles noch ungeklärt. Trotz dieser Unsicherheiten überwiegt für ihn das Potenzial, denn KI kann in vielen Situationen schneller, konsistenter und datenbasierter entscheiden als herkömmliche Prozesse. Die Herausforderung besteht darin, dieses Potenzial verantwortungsvoll zu nutzen.
Die Debatte zeigt, dass der Maklermarkt sich in einer Übergangsphase befindet. Technologie, Daten und Regulierung verschieben die Kräfteverhältnisse und zwingen die Branche dazu, sich neu zu positionieren. Aussagen wie die von Pradetto markieren keine endgültigen Prognosen, sondern mögliche Entwicklungslinien. Sicher ist jedoch, dass die kommenden Jahre darüber entscheiden werden, wer den Wandel aktiv gestaltet und wer Gefahr läuft, den Anschluss zu verlieren. Der Maklermarkt steht nicht vor seinem Ende, aber er befindet sich eindeutig in einer Phase, in der sich seine Zukunft neu formt.
Das Original Interview lesen sie hier: KI, Daten und die Zukunft des Maklers: Warum der Wandel nicht mehr hypothetisch ist – Kommentar | experten.de




