Niedrigzins und die Folgen in der PKV-Voll

Kategorien: Assekuranz, Recht2.6 min readSchlagwörter: , ,

Die Beiträge für viele privat Krankenversicherte werden in den kommenden zwei Jahren ansteigen
Der Bund der Versicherten (BdV) hält in einigen Tarifen Prämiensprünge im zweistelligen Bereich für möglich. Das Analysehaus Assekurata ist etwas vorsichtiger, prognostiziert aber auch Teuerungen in PKV-Tarifen. Grund hierfür ist der aktuelle Niedrigzins, der die Kapitalerträge der Versicherer schrumpfen lässt.
Probleme, die Reserven für das Alter gewinnbringend anzulegen
Der Hintergrund: Wegen des Niedrigzinses haben die Privatversicherer zunehmend Probleme, die Altersrückstellungen für ihre Kunden gewinnbringend anzulegen. In jungen Jahren zahlen die Kunden einen Teil ihres PKV-Beitrages, um große Prämiensprünge aufzufangen, wenn sie in Rente gehen. Dieser Teil der Beiträge wird von den Versicherungen an den Kapitalmärkten angelegt und soll Rendite erwirtschaften, um die finanzielle Reserve aufzupolstern.
Kalkuliert wird von vielen Versicherern mit einem jährlichen Rechnungszins von 3,5 Prozent, der sich im derzeitigen Niedrigzins-Umfeld allerdings nich erzielen lässt. Den Versicherern bleiben nicht viele Handlungsoptionen. Entweder sie tätigen riskantere Investments, die aber auch mit einem höheren Ausfallrisiko verbunden sind. Oder sie müssen die Beiträge für ältere Versicherungsnehmer anheben, um ihre Einnahmesituation zu verbessern.
PKV: Beitragserhöhungen in zwei Wellen
Um Privatpatienten vor allzu willkürlichen Teuerungen in der PKV zu schützen, hat der Gesetzgeber strenge Voraussetzungen für Beitragserhöhungen geschaffen. Eine Neukalkulation der Prämien ist nur erlaubt, wenn die Kosten für Gesundheitsleistungen um mindestens 5 Prozent steigen oder die Lebenserwartung sich um 5 Prozent erhöht. Erst dann dürfen auch Faktoren wie der aktuelle Niedrigzins eingerechnet werden.
Nach Einschätzung von Experten warten die Versicherer derzeit noch ab, bis die genannten Gründe eintreten. Der Bund der Versicherten (BdV) rechnet mit zwei großen Wellen von Prämienerhöhungen zum Ende des Jahres 2015 und 2016. Und dann könnten die Beitragssprünge gerade für Senioren recht heftig ausfallen, sehr heftig sogar.
Gerhard Reichl, PKV-Experte bei Assekurata, erklärt: “Eine Faustformel besagt, dass bei Personen mittleren Alters eine Absenkung des Rechnungszinses um 0,1 Prozentpunkte für Vollversicherungen eine durchschnittliche Anpassung von etwa einem Prozent und in der Pflegeversicherung von circa 5 Prozent nach sich zieht“. Viele Versicherer würden aber beim Rechnungszins nur noch auf eine Zwei vor dem Komma kommen, während sie ursprünglich 3,5 Prozent zugrunde gelegt hatten. Müssten sie also ihren Rechnungszins um 0,6 Prozentpunkte senken, könnten die Beiträge für Krankenvollversicherungen um 6 Prozent und für Pflegepolicen um 30 Prozent steigen.
Hierbei sind die stark ansteigenden Kosten für Gesundheitsausgaben noch gar nicht eingerechnet. Aktuell ist noch nicht klar, wie die Versicherer ihre Prämien anpassen werden. Aber in einigen Tarifen könnten die Beiträge um zehn Prozent teurer werden, warnt der BdV-Vorsitzende Axel Kleinlein.
Welche Lösungsansätze gibt es?
Was Sie als Berater tun können, um Ihre Kunden vor diesen anstehenden Beitragserhöhungen zu schützen und seine aktuellen Beiträge trotz gleichbleibender Leistungen sogar noch abzusenken, erfahren Sie in einem unserer gratis Online-Kompetenz-Workshops, zu denen Sie sich hier anmelden können:
https://www.anmelden.org/pkv-workshop-vvg204/
Hier Anmeldung zum Webinar

Niedrigzins und die Folgen in der PKV-Voll

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Die Beiträge für viele privat Krankenversicherte werden in den kommenden zwei Jahren ansteigen
Der Bund der Versicherten (BdV) hält in einigen Tarifen Prämiensprünge im zweistelligen Bereich für möglich. Das Analysehaus Assekurata ist etwas vorsichtiger, prognostiziert aber auch Teuerungen in PKV-Tarifen. Grund hierfür ist der aktuelle Niedrigzins, der die Kapitalerträge der Versicherer schrumpfen lässt.
Probleme, die Reserven für das Alter gewinnbringend anzulegen
Der Hintergrund: Wegen des Niedrigzinses haben die Privatversicherer zunehmend Probleme, die Altersrückstellungen für ihre Kunden gewinnbringend anzulegen. In jungen Jahren zahlen die Kunden einen Teil ihres PKV-Beitrages, um große Prämiensprünge aufzufangen, wenn sie in Rente gehen. Dieser Teil der Beiträge wird von den Versicherungen an den Kapitalmärkten angelegt und soll Rendite erwirtschaften, um die finanzielle Reserve aufzupolstern.
Kalkuliert wird von vielen Versicherern mit einem jährlichen Rechnungszins von 3,5 Prozent, der sich im derzeitigen Niedrigzins-Umfeld allerdings nich erzielen lässt. Den Versicherern bleiben nicht viele Handlungsoptionen. Entweder sie tätigen riskantere Investments, die aber auch mit einem höheren Ausfallrisiko verbunden sind. Oder sie müssen die Beiträge für ältere Versicherungsnehmer anheben, um ihre Einnahmesituation zu verbessern.
PKV: Beitragserhöhungen in zwei Wellen
Um Privatpatienten vor allzu willkürlichen Teuerungen in der PKV zu schützen, hat der Gesetzgeber strenge Voraussetzungen für Beitragserhöhungen geschaffen. Eine Neukalkulation der Prämien ist nur erlaubt, wenn die Kosten für Gesundheitsleistungen um mindestens 5 Prozent steigen oder die Lebenserwartung sich um 5 Prozent erhöht. Erst dann dürfen auch Faktoren wie der aktuelle Niedrigzins eingerechnet werden.
Nach Einschätzung von Experten warten die Versicherer derzeit noch ab, bis die genannten Gründe eintreten. Der Bund der Versicherten (BdV) rechnet mit zwei großen Wellen von Prämienerhöhungen zum Ende des Jahres 2015 und 2016. Und dann könnten die Beitragssprünge gerade für Senioren recht heftig ausfallen, sehr heftig sogar.
Gerhard Reichl, PKV-Experte bei Assekurata, erklärt: “Eine Faustformel besagt, dass bei Personen mittleren Alters eine Absenkung des Rechnungszinses um 0,1 Prozentpunkte für Vollversicherungen eine durchschnittliche Anpassung von etwa einem Prozent und in der Pflegeversicherung von circa 5 Prozent nach sich zieht“. Viele Versicherer würden aber beim Rechnungszins nur noch auf eine Zwei vor dem Komma kommen, während sie ursprünglich 3,5 Prozent zugrunde gelegt hatten. Müssten sie also ihren Rechnungszins um 0,6 Prozentpunkte senken, könnten die Beiträge für Krankenvollversicherungen um 6 Prozent und für Pflegepolicen um 30 Prozent steigen.
Hierbei sind die stark ansteigenden Kosten für Gesundheitsausgaben noch gar nicht eingerechnet. Aktuell ist noch nicht klar, wie die Versicherer ihre Prämien anpassen werden. Aber in einigen Tarifen könnten die Beiträge um zehn Prozent teurer werden, warnt der BdV-Vorsitzende Axel Kleinlein.
Welche Lösungsansätze gibt es?
Was Sie als Berater tun können, um Ihre Kunden vor diesen anstehenden Beitragserhöhungen zu schützen und seine aktuellen Beiträge trotz gleichbleibender Leistungen sogar noch abzusenken, erfahren Sie in einem unserer gratis Online-Kompetenz-Workshops, zu denen Sie sich hier anmelden können:
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