Veröffentlicht:21. September 2026
Viele Unternehmen haben in den vergangenen Monaten erlebt, wie abhängig sie von einzelnen KI-Anbietern geworden sind. Einschränkungen beim Zugang zu Modellen, geopolitische Spannungen und regulatorische Eingriffe haben gezeigt, dass die Verfügbarkeit zentraler KI-Services kein Selbstläufer ist. Aus einer strategischen Debatte ist ein operatives Risiko geworden, das Geschäftsprozesse, Produkte und Wertschöpfung unmittelbar beeinflusst. Eine aktuelle IBM-Studie unter deutschen Führungskräften zeigt, dass nur 13 Prozent der Unternehmen ihre Abhängigkeiten von KI-Anbietern, Modellen und Infrastruktur vollständig verstehen. Gleichzeitig geben viele an, dass ein Wechsel des primären KI-Anbieters nur schwer möglich wäre. KI ist tief in Abläufe integriert, ohne dass Transparenz über technische und organisatorische Abhängigkeiten besteht.
Digitale Souveränität entsteht nicht allein durch Verträge oder lokale Rechenzentren. Entscheidend ist die technische Kontrolle über Daten, Modelle und Plattformen. Offene Standards, die Möglichkeit, Systeme vollständig zu kontrollieren, und die Freiheit, Infrastruktur flexibel zu wählen, bilden die Grundlage. Open-Source-Technologien bieten hohe Flexibilität, doch ihre Integration und der Betrieb erfordern erhebliche Ressourcen. Deshalb gewinnen Plattformen an Bedeutung, die offene Technologien mit einem vorkonfigurierten Betriebsmodell verbinden. IBM verfolgt mit Sovereign Core diesen Ansatz und ermöglicht den Betrieb auf unterschiedlichen Infrastrukturen, während die Kontrolle über die eigene Umgebung steigt.
Mit dem Einsatz von KI wachsen die Anforderungen an die Cybersicherheit. Schwachstellen müssen schneller erkannt und behoben werden, da Angriffsflächen größer werden. IBM investiert in die Absicherung von Open-Source-Software und nutzt KI-gestützte Werkzeuge, um Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu priorisieren und automatisiert zu beheben. Sicherheit wird zur Voraussetzung für einen belastbaren Plattformbetrieb. Parallel dazu bleibt Compliance ein zentrales Thema. Unternehmen müssen Vorgaben wie DSGVO, NIS2 oder den EU AI Act erfüllen und deren Einhaltung jederzeit nachweisen können. Kontinuierliches Monitoring und automatisierte Berichte helfen, Compliance dauerhaft sicherzustellen und Audit-Aufwände zu reduzieren.
Für digitale Souveränität ist weniger entscheidend, wo ein Anbieter sitzt, sondern wie eine Lösung aufgebaut ist. Offene Architekturen, Wahlfreiheit bei der Infrastruktur und technische Kontrollmöglichkeiten schaffen langfristige Resilienz. Die IBM-Studie zeigt, dass ein einwöchiger Ausfall des KI-Anbieters bei 85 Prozent der Unternehmen erhebliche Auswirkungen hätte. Deshalb sollten Unternehmen ihre Abhängigkeiten analysieren, neue Lock-ins vermeiden und auf offene, infrastrukturunabhängige Plattformen setzen. Digitale Souveränität entwickelt sich damit zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Der Artikel erschien im Original zuerst auf live.handelsblatt.com unter dem Titel „Nur 13 Prozent verstehen ihre KI-Abhängigkeiten – gehören Sie dazu?“. Redaktionelle Bearbeitung: MK
KI-Abhängigkeiten werden zum Risiko für Unternehmen
Veröffentlicht:21. September 2026
Viele Unternehmen haben in den vergangenen Monaten erlebt, wie abhängig sie von einzelnen KI-Anbietern geworden sind. Einschränkungen beim Zugang zu Modellen, geopolitische Spannungen und regulatorische Eingriffe haben gezeigt, dass die Verfügbarkeit zentraler KI-Services kein Selbstläufer ist. Aus einer strategischen Debatte ist ein operatives Risiko geworden, das Geschäftsprozesse, Produkte und Wertschöpfung unmittelbar beeinflusst. Eine aktuelle IBM-Studie unter deutschen Führungskräften zeigt, dass nur 13 Prozent der Unternehmen ihre Abhängigkeiten von KI-Anbietern, Modellen und Infrastruktur vollständig verstehen. Gleichzeitig geben viele an, dass ein Wechsel des primären KI-Anbieters nur schwer möglich wäre. KI ist tief in Abläufe integriert, ohne dass Transparenz über technische und organisatorische Abhängigkeiten besteht.
Digitale Souveränität entsteht nicht allein durch Verträge oder lokale Rechenzentren. Entscheidend ist die technische Kontrolle über Daten, Modelle und Plattformen. Offene Standards, die Möglichkeit, Systeme vollständig zu kontrollieren, und die Freiheit, Infrastruktur flexibel zu wählen, bilden die Grundlage. Open-Source-Technologien bieten hohe Flexibilität, doch ihre Integration und der Betrieb erfordern erhebliche Ressourcen. Deshalb gewinnen Plattformen an Bedeutung, die offene Technologien mit einem vorkonfigurierten Betriebsmodell verbinden. IBM verfolgt mit Sovereign Core diesen Ansatz und ermöglicht den Betrieb auf unterschiedlichen Infrastrukturen, während die Kontrolle über die eigene Umgebung steigt.
Mit dem Einsatz von KI wachsen die Anforderungen an die Cybersicherheit. Schwachstellen müssen schneller erkannt und behoben werden, da Angriffsflächen größer werden. IBM investiert in die Absicherung von Open-Source-Software und nutzt KI-gestützte Werkzeuge, um Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu priorisieren und automatisiert zu beheben. Sicherheit wird zur Voraussetzung für einen belastbaren Plattformbetrieb. Parallel dazu bleibt Compliance ein zentrales Thema. Unternehmen müssen Vorgaben wie DSGVO, NIS2 oder den EU AI Act erfüllen und deren Einhaltung jederzeit nachweisen können. Kontinuierliches Monitoring und automatisierte Berichte helfen, Compliance dauerhaft sicherzustellen und Audit-Aufwände zu reduzieren.
Für digitale Souveränität ist weniger entscheidend, wo ein Anbieter sitzt, sondern wie eine Lösung aufgebaut ist. Offene Architekturen, Wahlfreiheit bei der Infrastruktur und technische Kontrollmöglichkeiten schaffen langfristige Resilienz. Die IBM-Studie zeigt, dass ein einwöchiger Ausfall des KI-Anbieters bei 85 Prozent der Unternehmen erhebliche Auswirkungen hätte. Deshalb sollten Unternehmen ihre Abhängigkeiten analysieren, neue Lock-ins vermeiden und auf offene, infrastrukturunabhängige Plattformen setzen. Digitale Souveränität entwickelt sich damit zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Der Artikel erschien im Original zuerst auf live.handelsblatt.com unter dem Titel „Nur 13 Prozent verstehen ihre KI-Abhängigkeiten – gehören Sie dazu?“. Redaktionelle Bearbeitung: MK







