IT-Ausgaben der Versicherer steigen auf 4,4 Mrd. Euro (GDV)

Kategorien: Assekuranz2.9 min readSchlagwörter: ,

Der digitale Wandel fordert die Unternehmen heraus. Der Umbau der IT, die Vernetzung der Systeme und Digitalisierungsprojekte erfordern hohe Investitionen. Hierfür hat die Branche 2015 fast vier Prozent mehr ausgegeben als ein Jahr zuvor.
Die deutschen Versicherer haben 2015 die Investitionen in ihre IT-Systeme erneut gesteigert. Die Unternehmen gaben mit rund 4,41 Milliarden Euro etwa 3,8 Prozent mehr für ihre digitale Infrastruktur aus als ein Jahr zuvor. Das geht aus der aktuellen Erhebung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. „Der Anstieg der Investitionen unterstreicht den hohen Stellenwert, den die Digitalisierung für die Unternehmen hat“, sagt der Vorsitzende der GDV-Geschäftsführung Jörg von Fürstenwerth.

IT-Ausgaben steigen stärker als Beitragseinnahmen
Die IT-Ausgaben wuchsen damit deutlich stärker als der Umsatz der Branche. Zum Vergleich: Die Bruttobeitragseinnahmen legten von 2014 auf 2015 um 0,6 Prozent zu. „Die Versicherer reagieren auf die gewachsenen Ansprüche der Kunden, die immer mehr digitale Angebote erwarten“, so von Fürstenwerth. Neben zusätzlichen Kommunikationskanälen stünden Investitionen in Datensicherheit und neue Technologien im Vordergrund.
Am stärksten zu Buche schlugen 2015 die Aufwendungen für das interne IT-Personal. Darauf entfielen rund 1,3 Mrd. Euro und somit knapp 30 Prozent der Ausgaben. Zweitgrößter Posten sind die Hard- und Software-Kosten mit 1,2 Mrd. Euro (27,2 Prozent). Für die externe Beratung gaben die Versicherer 595 Mio. Euro aus (13,5 Prozent). Für den hohen Anteil von internen Personalkosten sowie externer Beratung ist vor allem die Systementwicklung verantwortlich, die ein großes Gewicht hat. Denn um den Anforderungen der Digitalisierung gerecht zu werden, erneuern die Versicherungsunternehmen alte Systeme und arbeiten an neuen Software-Lösungen. 820 Mio. Euro bezahlten die Unternehmen zudem für Providerkosten und Outsourcing. Das ist ein Anteil von 18,6 Prozent. 490 Mio. Euro und damit 11,1 Prozent sind sonstige Kosten.
Inhalt der Broschüre

  • IT-Kostenquoten
  • IT-Kosten
  • IT-Servicekennzahlen
  • IT-Mitarbeiter
  • Investitionen
  • IT-Strategie
  • Produktivität

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Immer mehr Kunden nutzen digitale Kommunikationskanäle
Versicherungskunden kommunizieren immer häufiger über digitale Kanäle, zeigt die branchenweite IT-Erhebung: 31 Prozent der Post erreichte die deutschen Versicherer im vergangenen Jahr per E-Mail (2014: 28 Prozent), weitere sechs Prozent der Nachrichten wurden über Kunden- und Vertriebsportale abgeschickt. Somit erhalten Versicherer schon mehr als ein Drittel ihrer Nachrichten digital.
Der Anteil von Papierpost liegt der Erhebung zufolge unverändert bei 52 Prozent. Der Anteil der per Fax verschickten Nachrichten ging von 14 auf 11 Prozent zurück. Auch wenn die Papierpost noch immer dominiert, verarbeiten die Unternehmen diese Nachrichten inzwischen überwiegend elektronisch. 87 Prozent der Briefe werden nach dem Eingang gescannt. 2014 lag der Anteil noch bei 79 Prozent.


Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV)

Die deutsche Versicherungswirtschaft steht für Risikoschutz, Sicherheit und Vorsorge in allen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens. Sie macht Risiken kalkulierbar und mittels eines auf Langfristigkeit angelegten Risikotransfers für den Einzelnen tragbar. Sie ist ein unverzichtbares Fundament für wirtschaftliches Handeln.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Sitz in Berlin ist die Dachorganisation der privaten Versicherer in Deutschland. Die rund 450 Mitglieder sorgen durch 429 Millionen Versicherungsverträge für umfassenden Risikoschutz und Vorsorge sowohl für die privaten Haushalte wie für Industrie, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen. Als Risikoträger und bedeutender Kapitalgeber (Kapitalanlagebestand 1,51 Billionen Euro) haben die privaten Versicherungsunternehmen auch eine herausragende Bedeutung für Investitionen, Wachstum und Beschäftigung in der deutschen Volkswirtschaft. Die Versicherungswirtschaft bietet zudem für 529.000 Menschen eine Erwerbstätigkeit als Angestellte bei Versicherern und im Vermittlergewerbe oder als selbstständige Versicherungsvermittler / -berater. http://www.gdv.de/

IT-Ausgaben der Versicherer steigen auf 4,4 Mrd. Euro (GDV)

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Der digitale Wandel fordert die Unternehmen heraus. Der Umbau der IT, die Vernetzung der Systeme und Digitalisierungsprojekte erfordern hohe Investitionen. Hierfür hat die Branche 2015 fast vier Prozent mehr ausgegeben als ein Jahr zuvor.
Die deutschen Versicherer haben 2015 die Investitionen in ihre IT-Systeme erneut gesteigert. Die Unternehmen gaben mit rund 4,41 Milliarden Euro etwa 3,8 Prozent mehr für ihre digitale Infrastruktur aus als ein Jahr zuvor. Das geht aus der aktuellen Erhebung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. „Der Anstieg der Investitionen unterstreicht den hohen Stellenwert, den die Digitalisierung für die Unternehmen hat“, sagt der Vorsitzende der GDV-Geschäftsführung Jörg von Fürstenwerth.

IT-Ausgaben steigen stärker als Beitragseinnahmen
Die IT-Ausgaben wuchsen damit deutlich stärker als der Umsatz der Branche. Zum Vergleich: Die Bruttobeitragseinnahmen legten von 2014 auf 2015 um 0,6 Prozent zu. „Die Versicherer reagieren auf die gewachsenen Ansprüche der Kunden, die immer mehr digitale Angebote erwarten“, so von Fürstenwerth. Neben zusätzlichen Kommunikationskanälen stünden Investitionen in Datensicherheit und neue Technologien im Vordergrund.
Am stärksten zu Buche schlugen 2015 die Aufwendungen für das interne IT-Personal. Darauf entfielen rund 1,3 Mrd. Euro und somit knapp 30 Prozent der Ausgaben. Zweitgrößter Posten sind die Hard- und Software-Kosten mit 1,2 Mrd. Euro (27,2 Prozent). Für die externe Beratung gaben die Versicherer 595 Mio. Euro aus (13,5 Prozent). Für den hohen Anteil von internen Personalkosten sowie externer Beratung ist vor allem die Systementwicklung verantwortlich, die ein großes Gewicht hat. Denn um den Anforderungen der Digitalisierung gerecht zu werden, erneuern die Versicherungsunternehmen alte Systeme und arbeiten an neuen Software-Lösungen. 820 Mio. Euro bezahlten die Unternehmen zudem für Providerkosten und Outsourcing. Das ist ein Anteil von 18,6 Prozent. 490 Mio. Euro und damit 11,1 Prozent sind sonstige Kosten.
Inhalt der Broschüre

  • IT-Kostenquoten
  • IT-Kosten
  • IT-Servicekennzahlen
  • IT-Mitarbeiter
  • Investitionen
  • IT-Strategie
  • Produktivität

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Immer mehr Kunden nutzen digitale Kommunikationskanäle
Versicherungskunden kommunizieren immer häufiger über digitale Kanäle, zeigt die branchenweite IT-Erhebung: 31 Prozent der Post erreichte die deutschen Versicherer im vergangenen Jahr per E-Mail (2014: 28 Prozent), weitere sechs Prozent der Nachrichten wurden über Kunden- und Vertriebsportale abgeschickt. Somit erhalten Versicherer schon mehr als ein Drittel ihrer Nachrichten digital.
Der Anteil von Papierpost liegt der Erhebung zufolge unverändert bei 52 Prozent. Der Anteil der per Fax verschickten Nachrichten ging von 14 auf 11 Prozent zurück. Auch wenn die Papierpost noch immer dominiert, verarbeiten die Unternehmen diese Nachrichten inzwischen überwiegend elektronisch. 87 Prozent der Briefe werden nach dem Eingang gescannt. 2014 lag der Anteil noch bei 79 Prozent.


Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV)

Die deutsche Versicherungswirtschaft steht für Risikoschutz, Sicherheit und Vorsorge in allen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens. Sie macht Risiken kalkulierbar und mittels eines auf Langfristigkeit angelegten Risikotransfers für den Einzelnen tragbar. Sie ist ein unverzichtbares Fundament für wirtschaftliches Handeln.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Sitz in Berlin ist die Dachorganisation der privaten Versicherer in Deutschland. Die rund 450 Mitglieder sorgen durch 429 Millionen Versicherungsverträge für umfassenden Risikoschutz und Vorsorge sowohl für die privaten Haushalte wie für Industrie, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen. Als Risikoträger und bedeutender Kapitalgeber (Kapitalanlagebestand 1,51 Billionen Euro) haben die privaten Versicherungsunternehmen auch eine herausragende Bedeutung für Investitionen, Wachstum und Beschäftigung in der deutschen Volkswirtschaft. Die Versicherungswirtschaft bietet zudem für 529.000 Menschen eine Erwerbstätigkeit als Angestellte bei Versicherern und im Vermittlergewerbe oder als selbstständige Versicherungsvermittler / -berater. http://www.gdv.de/