Diekmann: “Die Maßnahmen sind leider absolut notwendig”
Vorstandsvorsitzer der Allianz nimmt Stellung zu den geplanten Kündigungen
Vorstandsvorsitzender Michael Diekmann erläutert in einem
Interview die Hintergründe für die Neuordnung bei Allianz Deutschland
AG und Dresdner Bank.
Allianz.com News: Heute
geben zwei Gruppengesellschaften, die ADAG und die Dresdner Bank,
bekannt, dass sie nach internen Strukturveränderungen Personal abbauen.
Warum hat es so lange gedauert, bis diese Zahlen feststanden?
Diekmann:
Hinter uns liegt eine Zeit der Unsicherheit. Die Mitarbeiter haben mit
Recht immer wieder Klarheit gefordert. Es ging uns bei den
Veränderungen, die wir heute bekannt geben, nicht allein um
Kostenreduktion durch Personalabbau.
Wir wollen unsere
Wettbewerbsfähigkeit verbessern, unseren Kunden einen besseren Service
bieten und effizienter arbeiten. Dafür haben wir in den letzten Monaten
die bestehenden Strukturen analysiert und unseren künftigen
Personalbedarf sehr sorgfältig ermittelt. Heute legen wir mit den
Zahlen auch die Gründe für die Strukturveränderungen bei der Allianz
Deutschland AG und bei der Dresdner Bank dar.
Ist das bei einem Unternehmen, das hohe Gewinne ausweist, wirklich notwendig?
Diekmann: Die angekündigten Maßnahmen sind leider absolut notwendig:
Wir haben in den letzten Jahren in Deutschland besonders im
Versicherungsgeschäft kontinuierlich Kunden und damit Marktanteile
verloren. Dieser Entwicklung konnten wir nicht untätig zusehen.
Wir
arbeiten daran, dass Allianz und Dresdner Bank von den Kunden wieder
als erste Adresse wahrgenommen werden. Deshalb dürfen wir nicht den
Fehler machen, in zu kurzen Zeiträumen zu denken und uns mit dem
aktuellen Niveau schon zufrieden geben. Das wäre die Entscheidung zum
langsamen Abstieg. Stattdessen schaffen wir heute die Voraussetzungen
dafür, auch in Deutschland in Zukunft profitabel zu wachsen. weiter
Quelle: http://www.financeblogger.de
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